Herkunft Nacional Arriba

August 12th, 2010

Letztes Jahr während unseres Ecuador-Aufenthaltes trafen wir auf Juan Carlos Motamayor vom Institut INIAP (Instituo Nacional Autónomo de Investigaciones Agropecuarias), der gerade dabei war, seine Studie über die Herkunft des Nacional Arriba Kakaos abzuschliessen. Nun hat ein anderes zufälliges Zusammentreffen, nämlich mit dem mir schon länger bekannten Michel Barel vom CIRAD (Centre de coopération internationale en recherche agronomique pour le développement), mir diese Studie wieder in Erinnerung gerufen.

Was sich damals schon ankündigte ist nun wissenschaftlich belegt, dass nämlich der Nacional seine Ursprünge aus der südlichen Amazonia Ecuadors hat, ganz in der Nähe des Kantons in dem unsere APPOS Kooperative ihren Kakao anbaut.

Wer Interesse an dieser Studie hat, kann sich bei Bouga Cacao melden.

Überhaupt ist das CIRAD im Bereich Kakao sehr aktiv, so hat es sich auch federführend an einer Studie im Jahr 2008 beteiligt, die die längst überholte Klassifizierung des Kakaos in Criollo, Forastero, Trinitario & Co überarbeiten sollte. Schliesslich beziehen sich diese Begriffe auf die geographischn Herkünfte der Kakaosorten, was früher wohl noch hilfreich war, heute aber durch die weltweite Verbreitung des Kakaos und die Entwicklung neuer Sorten nur noch ansatzweise Geltung hat.

Die neue Klassifizierung basiert auf morpho-geographischen sowie genetischen Kriterien: Es wurden 10 verschiedene Gruppen etabliert: Amelonado, Criollo, Nacional, Contamana, Curaray, Guiana, Iquitos, Marañon, Nanay, Purús

CIRAD: Cacao : une étude d’envergure révèle une nouvelle classification

Die Zeiten ändern sich - nicht?

Mai 10th, 2010

Titanic Brief

Im schönen Sammelband “Briefe an die Titanic*”, der uns kürzlich von einem Freund verehrt wurde, stiessen wir tatsächlich auch auf das Thema Schokolade.

Die Titanik mokiert sich in einem Brief (1983) an den “Bundesverband der deutschen Süsswarenindustrie” darüber, dass dieser die Empfehlung des BMZ (Ministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit), die Schokolade doch in den Ländern zu verarbeiten, wo auch der Kakao wächst, empört ablehnt und als eine Bedrohung der deutschen Wirtschaft ansieht.

Wir können dazu nur sagen. Keine Angst, liebe Süsswarenindustrie, das BMZ hat seine Meinung geändert.

Als wir nämlich 2005/06 in Ecuador Mitarbeitern der deutschen Entwicklungszusammenarbeit (EZ) in Ecuador unser Projekt (Weiterverarbeitung des Kakaos vor Ort) unterbreiteten, war deren Antwort eindeutig: “Das klappt doch nie, das können die doch gar nicht!” Es wurden lieber Projekte finanziert, die den Ausfuhr von Rohkakao zum Ziel hatten, in Zusammenarbeit mit einer schweizer Schokoladenfirma.

Zum Glück können wir heute sagen, ÄTSCH, lieber Bundesverband und BÄH, liebe EZ-Mitarbeiter, sie können es doch, und sogar sehr gut! Beweise gibt es in vielen deutschen Schokoladenfachgeschäften!!!

*Briefe an die Leser, Tausend Briefevon der Titanic, 1986, Zweitausendeins

Kein Öl mehr? Gegen Cash!

November 3rd, 2009

Ecuador’s Präsident Correa hat einen neuen Vorstoss gewagt im Spiel um Naturschutz, Ölförderung und Emissionshandel… Ein Drittel der Einkünfte Ecuadors stammen aus dem Verkauf von Rohöl, ein Fünftel der noch vorhandenen Vorräte liegen unter dem Nationalpark Yasuni, mit einem geschätzen Förder-Wert von 7 Milliarden Dollar.amazonien

Der Yasuni Park zählt jedoch gleichzeitig zu einem der artenreichsten Gebiete der Erde mit mehr als 650 Baum-und Pflanzenarten pro Hektar. Zudem leben in diesem Gebiet zwei Stämme, die sich entschlossen haben weiterhin fern jeglicher Zivilisation und vom Staat völlig unbehelligt zu leben.

Correa vertritt nun die Meinung, dass nicht nur  Ecuador verpflichtet ist, die Natur und Menschen des Parks zu schützen, sondern ja schliesslich auch die Weltgemeinschaft ein Interesse daran hat, dass das Öl unter der Erde bleibt.

Schliesslich wird so zum einen die Artenvielfalt bewahrt, zum anderen aber auch 400Millionen Tonnen CO2 weniger emittiert (dabei ist nur die Menge Co2 gerechnet, die durch das Verbrennen des Öls entstehen würde, nicht gerechnet ist der positive Effekt der Co2 Speicherkapazität des Waldes, der dadurch erhalten bleibt).

Ecuador verlangt nun für die Nichtförderung des Öls eine Entschädigung und zwar 350 Millionen $ pro Jahr , die Hälfte des Wertes. Und dies für 10 Jahre. Es soll auf jeden Fall auch für spätere Regierungen profitabler sein, den Deal mitzutragen, als das Öl zu fördern.

Dieses Geld soll von einem Trust Fund verwaltet werden, unter internationaler Aufsicht und soll hauptsächlich für soziale Zwecke und die Umwelt ausgegeben werden.

Das ecuadorianische Angebot könnte Yasuni retten, in Deutschland und Spanien ist es jedenfalls schon auf Interesse gestossen. Trotzdem gibt es auch konträre Ansichten:

Aktuell würden durch das Abkommen nicht weniger Emissionen entstehen, denn die Nachfrage nach Öl würde einfach  woanders befriedigt werden. Lediglich in der Summe würde weniger Öl verbrannt.

Gegner des Vorhabens sagen, dass die grosse Summe nicht gerechtfertigt ist für solch ein kleines Stück Land. Ausserdem wäre es Ecuadors eigene Pflicht, den Wald und Biodiversität zu schützen, auch ohne internationale Hilfe

Was passiert, wenn der Ölpreis aufgrund Knappheit signifikant steigt? Dann müsste auch die Entschädigungssumme neu verhandelt werden.

Was passiert, wenn andere betroffene Länder, ähnlich Projekte starten?

Einige Antworten auf diese EinwänÖlpipelinede: Die Biodiversität ist in fast allen Ländern bedroht aufgrund der extremen Bedürfnisse der entwickelten Welt, wir sind direkt verantwortlich. Und wenn andere Länder ähnliche Projekte starten, dann hängt es trotzdem noch vom Willen und der Beurteilung der geldgebenden Länder ab, was passiert. Die Entscheidung ist offen. Und schliesslich schlägt Ecuador doch einen sehr fairen Handel vor: Ihr zahlt, dafür schützen wir unseren Wald und mit dem Geld tun wir auch noch Gutes. Normalerweise läuft der Emissionshandel ja eher so: Ein Industrieland bezahlt für die Einsparung von Emissionen anderswo, um dann selbst mehr Emissionen verbuchen zu dürfen…

Die Frage ist letztendlich:

Können wir es uns leisten, soviel Geld für ein solch kleines Projekt mit vielen unbeantworteten Fragen und eventuellen Risiken auszugeben?

Oder können wir  es uns wirklich leisten, dies nicht zu tun?

Bisher ist allerdings noch nichts passiert.

Mehr dazu, allerdings in englisch: A forest of issues und 

Wissen wir was wir essen?

Oktober 30th, 2009

Es hat uns schon immer geärgert, dass auf Verpackungen nie wirklich drauf steht, was drin ist. Bei Schokolade zum Beispiel, schreibt jeder, der Kuvertüre aus ecuadorianischen Kakaobohnen verwendet, auf die Packung: Herkunftsschokolade, Cru oder Grand Cru und so weiter. Dies sagt nun aber gar nichts über die Qualität aus: das wäre so ähnlich, wenn jemand Wein mit der Aufschrift “Wein aus Frankreich” verkauft… Dies gibt weder Auskunft über Rebensorte noch Lage, es kann also auch billiger Fusel sein, nur eben aus Frankreich.

In Ecuador gibt es auch viele verschiedene Kakaosorten, die qualitativ sehr unterschiedlich sind. Kakao aus Ecuador kann normaler Industriekakao sowie edler Feinaroma-Kakao sein. Und mal ganz abgesehen davon, dass der Anteil an Aroma-Kakao nur bei ca. 5% liegt und selten rein anzutreffen ist.

Aber zurück zum Thema: Wir haben mittlerweile festgestellt, dass man Stunden im Supermarkt zubringen kann, um die Verpackungen wirklich zu lesen. Und wir sind oftmals überrascht worden, positiv als negativ. Es lohnt sich wirklich. Bedeutet Piemont-Haselnüsse nun, dass sie im Piemont angebaut werden oder ist das nur ein Marketingtrick und eigentlich kommen die Nüsse aus der Türkei, sind aber von der Sorte Piemont?

Auch den Bio-Ansatz sollte man doch immer hinterfragen: Bio-Bananen von den Kanaren? Bananen brauchen enorm viel Wasser und die Kanaren haben doch ein sehr trockenes Klima.

Es ist nicht einfach Verbraucher zu sein, aber letzendlich bekommt man das, wonach man fragt, oder eben nicht.

Ausführlich nachzulesen im Spiegel:
Die Geschmacksillusion
Wie Biomarken mit Lebensmitteln tricksen

Nougat NOIR

Oktober 30th, 2009

Nicolas stellt Nougat her, bisher nach herkömmlicher Art mit Pyrenäen-Honig und verschiedenen Nüssen oder Mandeln.

Jetzt aber auch mit Bouga 100% Schokolade, schwarzer Nougat also mit weissen Mandeln, hmmm.

Oder anders herum, weisser Nougat mit schwarzen Kakaobohnen.

Demnächst bei uns erhältlich!

Paris

Oktober 30th, 2009

Salon du Chocolat de Paris: olàlà.

Paris, die schöne Stadt an der Seine, Stolz der Franzosen. Wirklich, eine tolle Stadt, wenn die Sonne scheint, wenn man Zeit hat und alle Sinne aufnahmebereit sind. Zu Fuss habe ich das 17. arrondissement erkundet, habe das todesmutige Geschick der Autofahrer am Arc de Triomphe bewundert, bin im edlen 6 arrondissement auf der Suche nach der ecuadorianischen Botschaft verloren gegangen und habe vom Trocadero aus de Eiffelturm bewundert. Die Postkarten am Souvenirstand zeigten, wie es um den Eiffelturm herum zur Zeit der Weltausstellung ausgesehen hat: überall qualmende Fabrikschlote. Davon ist nun nichts mehr zu sehen, dafür eine Schlängelschlange vor den Fahrstühlen und unzählige Snackbuden.

eiffelturm.jpg

Wieder zurück in das quirlige Leben der verschiedenen Stadtviertel, jedes hat seinen Charme. Später am Abend ein Spaziergang an der Seine mit Blick auf Notre Dame und die Begegnung mit den Tangotänzern. In sich selbst und den Partner versunken tanzten sie zu einem Tango von CD, normale Menschen vereint in einem speziellen Augenblick.

Das andere Paris mit dem hektischen Menschengewimmel, der Anonymität der U-Bahn, der Armut ist natürlich auch ständig präsent, aber das ist eben die schwarze Seite einer Millionenstadt.

Ich bin kein Stadtmensch, aber dieses Mal hat Paris mich - positiv- überrascht.

Wohingegen der Salon du Chocolat mich wie immer eher kalt gelassen hat. Die “grossen Chocolatiers von Paris”, da ist viel nur Marketing, viel nur Show. Ein Genuss für das Auge ist die Messe sicherlich: wo man hinschaut geschmackvolle Verpackungen und Schleifchen, hübsche Pralindekors und fantasievolle Skulpturen aus Schokolade. Mit dem eigentlichen Produkt hat es nur oft nicht mehr viel zu tun. Der Kakao interessiert nur ganz am Rande. Es wäre ja auch peinlich zuzugeben, dass sich die “sorgfältige Auswahl der Rohstoffe” auf die Produkte 3-4 grosser Kakaoverarbeiter beschränkt.

Auch habe ich kaum neue Produkte entdecken können, die “Kreationen” sind häufig nur alte Rezepte in neuer Aufmachung.

Aber natürlich gibt es auch anderes zu sehen: zum Beispiel der Verein Vietcacao, die in einem Projekt mit der lokalen Bevölkerung alte Kakaopflanzungen wieder haben aufleben lassen. Ich habe die gerösteten Bohnen probiert, exzellent. Oder der Stand von Madagaskar: köstliche Marmeladen aus allerlei tropischen Früchten hergestellt: da musste ich doch gleich eine Litchi-Marmelade kaufen. Auch gab es eine Schokolade, die in Madagaskar hergestellt wird, eine sehr gute 100%, fruchtig-säuerlich. Dies waren meine Highlights.

Und natürlich der Stand der Ecuadorianer, eine Gelegenheit für mich, alte Bekannte wieder zu treffen und neue Kontakte zu knüpfen. Da wurde die Sehnsucht wieder wach, dabei sind ist es erst 3 Monate her, dass wir in Ecuador waren….

Au revoir Paris.

Fairtrade und der Ansatz von Bouga

September 21st, 2009

Die folgenden Angaben sind teilweise aus www.theobroma-cacao.de übernommen.

 

Unter fairem Handel wird der möglichst direkte Handel zwischen den Produzenten (Kakaobauern) und den Herstellern von Schokolade verstanden.

 

Zur Kontrolle und Abwicklung des Fairen Handels haben sich verschiedene Organisationen gebildet, die jeweils eigene Kriterien für Fairen Handel festlegen.

Allgemein sind das die folgenden Bedingungen für Hersteller und Kakaobauern.

 

Kriterien für den Handel:

  • langfristige Zusammenarbeit
  • fairer Preis, über dem Weltmarktniveau
  • Zwischenhändler sind auszuschalten.
  • Vorfinanzierung, um Verschuldung der Produzenten zu vermeiden.

 

website.jpg

Um am fairen Handel teilnehmen zu können, schließen sich die Kakaobauern in der Regel zu Kooperationen oder Genossenschaften zusammen um ihre Produktion gemeinsam vermarkten zu können. Die Kakaobauern und deren Zusammenschlüsse müssen zur Teilnahme am fairen Handel ebenfalls eine Reihe von Bedingungen erfüllen:

  • demokratische Regeln
  • Sozialverträglicher Anbau (angemessene Bezahlung aller Beschäftigen, keine Sklaverei, keine illegale Kinderarbeit, keine gesundheitsschädlichen Arbeitsmethoden).
  • Nachhaltiger Anbau (d.h. ein möglichst umweltschonender Anbau).
  • Die Kakaobauern sollen aus ärmeren Bevölkerungsschichten kommen.
  • Keine Benachteiligung von Frauen und anderen Bevölkerungsgruppen.

 

Was sind die Ziele des fairen Handels?

Ziel des fairen Handels ist die Sicherung des Existenzminimums von Kleinbauern und Plantagenarbeitern und eine schrittweise Verbesserung ihrer Lebenssituation durch Investitionen in eine nachhaltige Zukunftssicherung. Zur Sicherung ihres Existenzminimums erhalten die Bauern von ihren Kooperativen einen höheren Preis für den Kakao, als sie ihn bei lokalen Zwischenhändlern erhalten würden. Ein Teil des Mehrerlöses aus dem fairen Handel wird von den Kooperativen für Gemeinschaftsprojekte verwendet, dazu gehören die Errichtung von Schulen, den Bau von Straßen, die Gesundheitsversorgung und in die Bildung, sowie die Sicherung der Trinkwasserversorgung.

Dazu ein Beispiel der Fairtrade Labelling Organizations International (FLO).

Mindestpreis bei 1750 $/t, wenn Weltmarktpreis geringer als 1600 $/t

Prozentualer Aufschlag, wenn Weltmarktpreis zwischen 1600$/t und 2550$/t

 

Fair Trade im Weltmarkt für Kakao

Der Anteil von Fair Trade am Weltmarkt für Kakao liegt laut ICCO bei gerade einmal 0,1 Prozent. Die meisten Produzenten für Fair Trade Kakao sind dabei gezwungen ihren Kakao ohne Fair Trade Sigel zu normalen Weltmarktkonditionen zu verkaufen, da bislang nicht ausreichend Abnehmer vorhanden sind

 

Was bedeutet mehr als fair? Unser Ansatz:

Wir verstehen darunter, dass die Wertschöpfung vor Ort stattfindet, dass heisst, der Mehrwert wird geschaffen durch die Weiterverarbeitung des Kakaos vor Ort, durch die Herstellung von Endprodukten oder Halbfertigprodukten.


Dazu auch ein Zahlenbeispiel:

Garantierter Fair trade – Preis: 1750$/t                       

Preis für ein qualitativ hochwertiges Endprodukt: 8.000$/t – 10.000$:t

 

Insgesamt ist der Anteil an Fertig- und Halbfertigprodukten am Export Ecuadors sehr gering, er liegt bei nur ca. 2%.

98% des Kakaos verlassen Ecuador als Rohkakao. Und die Schaffung des Mehrwerts findet in Europa und den USA statt.

 

Fair trade ist ein guter Anfang, es wird den Produzenten eine gewisse Planungssicherheit gegeben, verbessert häufig die sozialen Zustände und die Arbeitsbedingungen und trägt zum Umweltschutz bei. Allerdings ist nach Ausschaltung der Zwischenhändler nun ein neuer Organismus, nämlich die zertifizierende Organisation dazwischen geschaltet, die natürlich auch Geld für die Erteilung des Labels bekommen. Geht man davon aus, dass die meisten Labels auch halten, was sie versprechen (was aber auch nicht immer der Fall ist, dazu gab es einmal einen ausführlichen Artike im Spiegel), so müssen trotzdem sowohl Produzenten als auch Importeure für diesen Service zahlen.

 

Die von Bouga angestrebte Mehrwertschaffung vor Ort ist mehr

  • Es werden qualifizierte Arbeitsplätze geschaffen
  • Die Weiterverarbeitung bietet eine grössere Möglichkeit der Diversifizierung und eine höhere Flexibilität.
  • Häufig wird auch mehr an der Qualität des Rohstoffes gearbeitet, wenn er vor Ort weiterverarbeitet wird, denn die Resultate sind überprüfbar und für die Menschen erfahrbar.
  • Einhergehend mit der Weiterverarbeitung für den Export ist oft auch eine Erschliessung des lokalen Marktes, der häufig nur mit im Ausland hergestellten Produkten bedient wird.
  • Weiterhin orientieren wir uns nicht am Weltmarktpreis sondern wir zahlen den von unseren Partnern festgelegten Preis, der auf deren Kalkulation beruht.

an der conche

Bleibt nur die Frage der Glaubwürdigkeit, wie kann der Konsument in Europa sicher sein, ein wirklich faires Produkt zu kaufen? Dies geht nur über eine erschöpfende Aufklärungs- und Informationsarbeit der Importeure bzw. der Zertifizierungsorganisationen.

Wenn Sie als Konsument berechtigte Fragen stellen, sollten Sie auch ehrliche Antworten bekommen. Transparenz ist die Grundlage für ein faires Handelmodell.

Deshalb bieten wir ja auch unsere Bouga-Reisen an, man kann sich selbst überzeugen, bzw. bei den Teilnehmern der Reisen Informationen einholen.

Was ist ein “GROUCHA”?

September 16th, 2009

Das fragte ich mich verzweifelt, als mich Roland auf dem Markt in Foix ansprach und meinte, das unsere Produkte doch gut bei ihrem GROUCHA reinpassen würden…

Die Franzosen lieben Abkürzungen, diese werden mit grosser Selbstverständlichkeit für alles eingesetzt, da steht man als Ausländer häufig etwas hilflos da. Na, lange Rede, kurzer Sinn, ein GROUCHA ist eine “Group d’achat”, tout simplement, eine Einkaufsgemeinschaft.

Mehrere Gruppen von Leuten, die gemeinsam allerlei Produkte in grossen Mengen, und daher natürlich viel günstiger einkaufen.  Und nun gehört unsere Trinkschokolade auch zu diesen Produkten.

Das wäre an sich eigentlich keine grosse Meldung, allerdings ist damit eine sehr schöne Erfahrung verbunden, die sehr gut zu unserer Bouga-Idee passt.

Es ist eben nicht nur eine Einkaufsgemeinschaft, sondern es sind auch Leute, die sich in ihren sogenannten Regionalgruppen häufig, z.B. zwecks Bestellungserstellung, und zweimal im Jahr alle zusammen treffen. Und bei einem solchen halbjährlichen Treffen waren wir eingeladen.

Da wurde dann ein Tag zusammen verbracht, im Vorfeld hatten zwei Personen ein Diskussionsthema vorbereitet und den Austausch zu diesem Thema moderiert. Das erschien uns anfangs etwas übertrieben, stellte sich dann aber als ungemein bereichernd heraus. Wann sonst nimmt man sich die Zeit, ernsthaft über unsere Lebensweise zu debattieren, Bedürfnisse zu überdenken und Möglichkeiten der Verbesserungen zu suchen, neue Ansätze kennen zu lernen. Die Begriffe “nachhaltig” und “fair”, die wir bei Bouga ja auch immer im  Munde führen, auch einmal auf unsere Gesellschaft anzuwenden.

Dann gab es noch eine sogenannte Börse: “ich gebe - ich suche” , ein geldloser Austausch gesuchter Dinge und Hilfeleistungen. Und ganz bewusst ging es eben nicht darum, für das eigenen Angebot etwas anderes zu bekommen, sondern es gab auch geben ohne nehmen oder umgekehrt, je nach Bedürfnis. Da war alles dabei, von Badewanne als Tränke für die Kuhweide bis Hilfe auf der Baustelle. Und dann hat noch jemand einen Sack Kartoffeln verschenkt.

Es wurde uns wieder einmal bewusst, wie wichtig es manchmal ist, aus seinem kleinen Eck  raus zu kommen und sich um zu schauen….

Öffentliche Auftritte Saison 2009

September 16th, 2009

Unsere Geschichte will erzählt werden und die Produkte verkauft; deshalb suchen wir natürlich auch immer wieder den direkten Kontakt mit Bouga noch unbekannten Menschen.

Alex ist heute Richtung Österreich unteralex-am-stand-2008.jpgwegs: Dort findet im Landesmuseum Kärnten in Klagenfurt am Wochenende (19. und 20.September) das Schokoladenfest statt. Dies ist die Auftaktveranstaltung zur Schokoladenausstellung “Die Geschichte einer Versuchung”, die dann noch bis 10.1. 2010 zu sehen ist.

Ausser der Präsentation unserer Produkte stehen für Alex auch noch zwei Vortäge auf dem Programm, natürlich zum Thema Fair Trade, aber auch ein kurzer, hoffentlich erhellender Streifzug in die Welt der Kakaoherkunftsbezeichnungen.

Sollten Sie also am Wochenende nichts vor haben, und in der Nähe wohnen, lohnt sich ein Besuch bestimmt. Informationen zur Austellung und zum Fest finden Sie auf der Internetseite des LANDESMUSEUMS.

 Ansonsten reisen wir nur noch in Frankreich und zwar nach Saverdun, eine kleine Stadt in der Ariège, gar nicht weit von uns. Dort wird ein kleines Fest organisiert, bei dem wir natürlich die Bouga Produkte verkaufen werden, aber auch im Vorfeld in einigen Schulen kleine Workshops über Kakao und Schokolade mitbetreuen. Das wird ein ganz neue Erfahrung, wird aber sicherlich viel Spass machen.

Und dann beteiligen wir uns am 21 und 22. November am Salon du Chocolat in Sainte Maxime an der Côte d’Azur. Eine Veranstaltung mit ganz anderem Kaliber, wir sind schon sehr gespannt.

 

bulthaup-Magazin

September 16th, 2009

Olàlà, ein Artikel im schicken bulthaup-Magazin, das gefällt uns natürlich.

Hier nachzulesen.