Salon du Chocolat de Paris: olàlà.
Paris, die schöne Stadt an der Seine, Stolz der Franzosen. Wirklich, eine tolle Stadt, wenn die Sonne scheint, wenn man Zeit hat und alle Sinne aufnahmebereit sind. Zu Fuss habe ich das 17. arrondissement erkundet, habe das todesmutige Geschick der Autofahrer am Arc de Triomphe bewundert, bin im edlen 6 arrondissement auf der Suche nach der ecuadorianischen Botschaft verloren gegangen und habe vom Trocadero aus de Eiffelturm bewundert. Die Postkarten am Souvenirstand zeigten, wie es um den Eiffelturm herum zur Zeit der Weltausstellung ausgesehen hat: überall qualmende Fabrikschlote. Davon ist nun nichts mehr zu sehen, dafür eine Schlängelschlange vor den Fahrstühlen und unzählige Snackbuden.

Wieder zurück in das quirlige Leben der verschiedenen Stadtviertel, jedes hat seinen Charme. Später am Abend ein Spaziergang an der Seine mit Blick auf Notre Dame und die Begegnung mit den Tangotänzern. In sich selbst und den Partner versunken tanzten sie zu einem Tango von CD, normale Menschen vereint in einem speziellen Augenblick.
Das andere Paris mit dem hektischen Menschengewimmel, der Anonymität der U-Bahn, der Armut ist natürlich auch ständig präsent, aber das ist eben die schwarze Seite einer Millionenstadt.
Ich bin kein Stadtmensch, aber dieses Mal hat Paris mich – positiv- überrascht.
Wohingegen der Salon du Chocolat mich wie immer eher kalt gelassen hat. Die “grossen Chocolatiers von Paris”, da ist viel nur Marketing, viel nur Show. Ein Genuss für das Auge ist die Messe sicherlich: wo man hinschaut geschmackvolle Verpackungen und Schleifchen, hübsche Pralindekors und fantasievolle Skulpturen aus Schokolade. Mit dem eigentlichen Produkt hat es nur oft nicht mehr viel zu tun. Der Kakao interessiert nur ganz am Rande. Es wäre ja auch peinlich zuzugeben, dass sich die “sorgfältige Auswahl der Rohstoffe” auf die Produkte 3-4 grosser Kakaoverarbeiter beschränkt.
Auch habe ich kaum neue Produkte entdecken können, die “Kreationen” sind häufig nur alte Rezepte in neuer Aufmachung.
Aber natürlich gibt es auch anderes zu sehen: zum Beispiel der Verein Vietcacao, die in einem Projekt mit der lokalen Bevölkerung alte Kakaopflanzungen wieder haben aufleben lassen. Ich habe die gerösteten Bohnen probiert, exzellent. Oder der Stand von Madagaskar: köstliche Marmeladen aus allerlei tropischen Früchten hergestellt: da musste ich doch gleich eine Litchi-Marmelade kaufen. Auch gab es eine Schokolade, die in Madagaskar hergestellt wird, eine sehr gute 100%, fruchtig-säuerlich. Dies waren meine Highlights.
Und natürlich der Stand der Ecuadorianer, eine Gelegenheit für mich, alte Bekannte wieder zu treffen und neue Kontakte zu knüpfen. Da wurde die Sehnsucht wieder wach, dabei sind ist es erst 3 Monate her, dass wir in Ecuador waren….
Au revoir Paris.