Herkunft Nacional Arriba

Letztes Jahr während unseres Ecuador-Aufenthaltes trafen wir auf Juan Carlos Motamayor vom Institut INIAP (Instituo Nacional Autónomo de Investigaciones Agropecuarias), der gerade dabei war, seine Studie über die Herkunft des Nacional Arriba Kakaos abzuschliessen. Nun hat ein anderes zufälliges Zusammentreffen, nämlich mit dem mir schon länger bekannten Michel Barel vom CIRAD (Centre de coopération internationale en recherche agronomique pour le développement), mir diese Studie wieder in Erinnerung gerufen.

Was sich damals schon ankündigte ist nun wissenschaftlich belegt, dass nämlich der Nacional seine Ursprünge aus der südlichen Amazonia Ecuadors hat, ganz in der Nähe des Kantons in dem unsere APPOS Kooperative ihren Kakao anbaut.

Wer Interesse an dieser Studie hat, kann sich bei Bouga Cacao melden.

Überhaupt ist das CIRAD im Bereich Kakao sehr aktiv, so hat es sich auch federführend an einer Studie im Jahr 2008 beteiligt, die die längst überholte Klassifizierung des Kakaos in Criollo, Forastero, Trinitario & Co überarbeiten sollte. Schliesslich beziehen sich diese Begriffe auf die geographischn Herkünfte der Kakaosorten, was früher wohl noch hilfreich war, heute aber durch die weltweite Verbreitung des Kakaos und die Entwicklung neuer Sorten nur noch ansatzweise Geltung hat.

Die neue Klassifizierung basiert auf morpho-geographischen sowie genetischen Kriterien: Es wurden 10 verschiedene Gruppen etabliert: Amelonado, Criollo, Nacional, Contamana, Curaray, Guiana, Iquitos, Marañon, Nanay, Purús

CIRAD: Cacao : une étude d’envergure révèle une nouvelle classification

Leave a Reply

You must be logged in to post a comment.