Probleme bei der APPOS

Da unsere Zeit begrenzt ist und wir leider nicht so oft in Ecuador sein können, wir wir gerne möchten, haben wir uns Unterstützung geholt. Jan-Marcel Schubert (von Trinkschokoladen Schubert) war nun 6 Monate als Praktikant bei der APPOS tätig sein und ebenso französische Studenten. Alle drei hatten Gelegenheit, alles über Kakao zu lernen, bei den anfallenden Arbeiten mitzuwirken, sowie auch ihre Fähigkeiten und Kenntnisse einzubringen: dies reichte von der Erstellung einer Internetseite, über die Ankurbelung der nationalen Vermarktung bis hin zur Optimierung von Verpackung und Prozessabläufen. Und natürlich Kakao ernten, Kakao fermentieren, Kakao trocknen, Kakao sortieren, Kakao rösten und mit den neuen Maschinen auch richtige Schokolade herstellen.

Leider hat die APPOS zur Zeit interne Probleme, die ein normales Tagesgeschäft verhindern. Ich werde hier nun nicht im Detail auf die Schwierigekeiten eingehen, allerdings ist es mittlerweile so weit, dass wir zur Zeit nicht mehr mit der APPOS  arbeiten, da die gewohnte Qualität nicht gewährleistet wird. Einerseits sind wir natürlich traurig, dass alle Arbeit, die in den letzten Jahren von uns und den Gründungsmitgliedern in die Organisation, den Erwerb der Maschinen und die Verbesserung der Kakaoqualität gesteckt wurde, nun gefährdet ist. Andererseits ist es nicht unsere Aufgabe, die APPOS bei allem am Händchen zu führen. Jede Organisation lebt vom Engagement und der Motivation der Mitglieder, und zur Zeit scheint niemand mehr Zeit zu finden, um die APPOS am Leben zu halten.

Ich habe während meiner Reise im Juni versucht, nochmals etwas Schwung in die Sache zu bringen, aber dies hielt nur für 2 Wochen nach meiner Abreise. Aufgrund der Schwierigkeiten sind nun auch mehrere sehr aktive Mitglieder ausgetreten, dadurch wurde die Organisation nochmals erheblich geschwächt.

ES wird natürlich noch immer wunderbarer Kakao in Mendez produziert und wir werden versuchen, mit den  ursprünglichen Aktiven der APPOS eine neue Initiative zu starten. Die gute Nachricht ist also, dass wir weiterhin gute Nacional Arriba Kakaoprodukte vermarkten können, allerdings müssen wir zugeben, dass es um das Projekt APPOSnicht gut steht. Aber noch ist ja nicht alle Hoffnung verloren.

One Response to “Probleme bei der APPOS”

  1. admin sagt:

    Eine Freundin sagte mir gestern: “Warum schreibst Du denn diesen negativen Artikel? Das ist doch bestimmt kain gutes Marketing für Euch?”

    Ein Prinzip von Bouga ist es, dass wir bezüglich der Herkunft und Verarbeitung unserer Produkte völlige Transparenz versprechen. Und daher informieren wir unsere Kunden auch, wenn sich bei unseren Partnern etwas ändert. Dass die APPOS Probleme hat ist nun mal leider Tatsache, damit müssen wir leben. Allerdings müssen wir auch für unsere Produkte die gewohnte Qualität gewährleisten, wir können also nicht auf Biegen und Brechen an einer Partnerschaft festhalten.
    Aber wie im Beitrag erwähnt: es wird ja weiterhin guter Kakao in Mendez produziert und es gibt nun auch schon eine Art “Rettungsinitiative” von einigen Familien, vielleicht wird sich so eine neue, viel kleinere, Gemeinschaft bilden, die aber dafür auf Dauer funktioniert.
    Wir werden berichten.

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