Archive for the ‘Wir sind auf Reisen’ Category

Paris

Freitag, Oktober 30th, 2009

Salon du Chocolat de Paris: olàlà.

Paris, die schöne Stadt an der Seine, Stolz der Franzosen. Wirklich, eine tolle Stadt, wenn die Sonne scheint, wenn man Zeit hat und alle Sinne aufnahmebereit sind. Zu Fuss habe ich das 17. arrondissement erkundet, habe das todesmutige Geschick der Autofahrer am Arc de Triomphe bewundert, bin im edlen 6 arrondissement auf der Suche nach der ecuadorianischen Botschaft verloren gegangen und habe vom Trocadero aus de Eiffelturm bewundert. Die Postkarten am Souvenirstand zeigten, wie es um den Eiffelturm herum zur Zeit der Weltausstellung ausgesehen hat: überall qualmende Fabrikschlote. Davon ist nun nichts mehr zu sehen, dafür eine Schlängelschlange vor den Fahrstühlen und unzählige Snackbuden.

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Wieder zurück in das quirlige Leben der verschiedenen Stadtviertel, jedes hat seinen Charme. Später am Abend ein Spaziergang an der Seine mit Blick auf Notre Dame und die Begegnung mit den Tangotänzern. In sich selbst und den Partner versunken tanzten sie zu einem Tango von CD, normale Menschen vereint in einem speziellen Augenblick.

Das andere Paris mit dem hektischen Menschengewimmel, der Anonymität der U-Bahn, der Armut ist natürlich auch ständig präsent, aber das ist eben die schwarze Seite einer Millionenstadt.

Ich bin kein Stadtmensch, aber dieses Mal hat Paris mich - positiv- überrascht.

Wohingegen der Salon du Chocolat mich wie immer eher kalt gelassen hat. Die “grossen Chocolatiers von Paris”, da ist viel nur Marketing, viel nur Show. Ein Genuss für das Auge ist die Messe sicherlich: wo man hinschaut geschmackvolle Verpackungen und Schleifchen, hübsche Pralindekors und fantasievolle Skulpturen aus Schokolade. Mit dem eigentlichen Produkt hat es nur oft nicht mehr viel zu tun. Der Kakao interessiert nur ganz am Rande. Es wäre ja auch peinlich zuzugeben, dass sich die “sorgfältige Auswahl der Rohstoffe” auf die Produkte 3-4 grosser Kakaoverarbeiter beschränkt.

Auch habe ich kaum neue Produkte entdecken können, die “Kreationen” sind häufig nur alte Rezepte in neuer Aufmachung.

Aber natürlich gibt es auch anderes zu sehen: zum Beispiel der Verein Vietcacao, die in einem Projekt mit der lokalen Bevölkerung alte Kakaopflanzungen wieder haben aufleben lassen. Ich habe die gerösteten Bohnen probiert, exzellent. Oder der Stand von Madagaskar: köstliche Marmeladen aus allerlei tropischen Früchten hergestellt: da musste ich doch gleich eine Litchi-Marmelade kaufen. Auch gab es eine Schokolade, die in Madagaskar hergestellt wird, eine sehr gute 100%, fruchtig-säuerlich. Dies waren meine Highlights.

Und natürlich der Stand der Ecuadorianer, eine Gelegenheit für mich, alte Bekannte wieder zu treffen und neue Kontakte zu knüpfen. Da wurde die Sehnsucht wieder wach, dabei sind ist es erst 3 Monate her, dass wir in Ecuador waren….

Au revoir Paris.

Öffentliche Auftritte Saison 2009

Mittwoch, September 16th, 2009

Unsere Geschichte will erzählt werden und die Produkte verkauft; deshalb suchen wir natürlich auch immer wieder den direkten Kontakt mit Bouga noch unbekannten Menschen.

Alex ist heute Richtung Österreich unteralex-am-stand-2008.jpgwegs: Dort findet im Landesmuseum Kärnten in Klagenfurt am Wochenende (19. und 20.September) das Schokoladenfest statt. Dies ist die Auftaktveranstaltung zur Schokoladenausstellung “Die Geschichte einer Versuchung”, die dann noch bis 10.1. 2010 zu sehen ist.

Ausser der Präsentation unserer Produkte stehen für Alex auch noch zwei Vortäge auf dem Programm, natürlich zum Thema Fair Trade, aber auch ein kurzer, hoffentlich erhellender Streifzug in die Welt der Kakaoherkunftsbezeichnungen.

Sollten Sie also am Wochenende nichts vor haben, und in der Nähe wohnen, lohnt sich ein Besuch bestimmt. Informationen zur Austellung und zum Fest finden Sie auf der Internetseite des LANDESMUSEUMS.

 Ansonsten reisen wir nur noch in Frankreich und zwar nach Saverdun, eine kleine Stadt in der Ariège, gar nicht weit von uns. Dort wird ein kleines Fest organisiert, bei dem wir natürlich die Bouga Produkte verkaufen werden, aber auch im Vorfeld in einigen Schulen kleine Workshops über Kakao und Schokolade mitbetreuen. Das wird ein ganz neue Erfahrung, wird aber sicherlich viel Spass machen.

Und dann beteiligen wir uns am 21 und 22. November am Salon du Chocolat in Sainte Maxime an der Côte d’Azur. Eine Veranstaltung mit ganz anderem Kaliber, wir sind schon sehr gespannt.

 

Ganache, Temperieren & Co

Dienstag, August 4th, 2009

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Michael Kitz hat 2008 an unseren Ecuador-Reise teilgenommen und damals versprochen, er käme wieder, um einen Pralinenkurs abzuhalten. Dank günstiger Umstände und eines Flug-Schnäppchens von KLM wurde dieses Versprechen nun in die Tat umgesetzt.

Zum Glück hat Michael Erfahrung: er hält mehrmals in der Woche in seiner Chocolaterie “Michi’s Schokoatelier” in Frankfurt Pralinenkurse ab. Dazu braucht es Passion und viel Geduld. Die war auch bei der APPOS nötig, denn wichtigste Grundlagen der Schokoladenkunst waren den teilnehmenden Damen und Herren gänzlich unbekannt. Bisher haben sie in ihrer kleinen Fabrik ja “nur” Kakaopulver und Splitter produziert. Pralinen sind schon ein anderes Kaliber.

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Exaktes und schnelles Arbeiten, um eine korrekte Temperierung der Schokolade zu erreichen, das A und O, da darf man nicht ungeduldig werden. Aber nachdem die Anfangsschwierigkeiten überwunden waren, legten sie los: Kakaobohnen mit Schokolade überziehen. Pralinenfüllung mit selbstgebranntem Zuckerrohrschnaps, Trüffel mit Ishpinkgewürz und Kokosraspel, der Phantasie waren keine Grenzen gesetzt. Und unter Michaels verzweifeltem Blick wurde einfach die Zuckermenge in seinen Rezepten verdoppelt und so dem ecuadorianischen Geschmack angepasst.

Trotzdem blieb ein Problem bestehen. Spätestens ab 11 Uhr ist es in Mendez so warm, dass man die Schokolade nicht mehr temperieren kann. So blieb unter anderem als Fazit: wir brauchen einen klimatisierten Raum. Bei der APPOS wird es nie langweilig: schon war ein neues Projekt geboren und, wie ich mich selbst zwei Wochen später überzeugen konnte, es wird schon an der Umsetzung gebastelt.

Ecuador-Reise 2009

Dienstag, August 4th, 2009

Es war wieder einmal fantastisch. Mit dabei waren dieses Jahr die Schokodamen von Bitter&Zart, Rudolf und Beatrice von der Confiserie Berner in der Schweiz und unsere Gastronomieexperten Regula und Markus, auch aus der Schweiz.

Reisegrupp2009 in Guayaquil

Die Abenteuer waren vielfältig: die 4000m Pässe, der rauchende Sangay, Salsa auf der Finca, grünschillernde Käfer in tropischer Nacht, abenteuerliche Flussüberquerungen mit dem tapferen Kleinbus, Pazifikstrand, gegrilltes Meerschweinchen und riesige Palmherzen und und und.

Nachzulesen unter anderem bei Sabine und Gaby in ihrem Blog: www.bitterundzart.de

Und wir planen schon die Reise für 2010.