Was ist ein “GROUCHA”?

September 16th, 2009

Das fragte ich mich verzweifelt, als mich Roland auf dem Markt in Foix ansprach und meinte, das unsere Produkte doch gut bei ihrem GROUCHA reinpassen würden…

Die Franzosen lieben Abkürzungen, diese werden mit grosser Selbstverständlichkeit für alles eingesetzt, da steht man als Ausländer häufig etwas hilflos da. Na, lange Rede, kurzer Sinn, ein GROUCHA ist eine “Group d’achat”, tout simplement, eine Einkaufsgemeinschaft.

Mehrere Gruppen von Leuten, die gemeinsam allerlei Produkte in grossen Mengen, und daher natürlich viel günstiger einkaufen.  Und nun gehört unsere Trinkschokolade auch zu diesen Produkten.

Das wäre an sich eigentlich keine grosse Meldung, allerdings ist damit eine sehr schöne Erfahrung verbunden, die sehr gut zu unserer Bouga-Idee passt.

Es ist eben nicht nur eine Einkaufsgemeinschaft, sondern es sind auch Leute, die sich in ihren sogenannten Regionalgruppen häufig, z.B. zwecks Bestellungserstellung, und zweimal im Jahr alle zusammen treffen. Und bei einem solchen halbjährlichen Treffen waren wir eingeladen.

Da wurde dann ein Tag zusammen verbracht, im Vorfeld hatten zwei Personen ein Diskussionsthema vorbereitet und den Austausch zu diesem Thema moderiert. Das erschien uns anfangs etwas übertrieben, stellte sich dann aber als ungemein bereichernd heraus. Wann sonst nimmt man sich die Zeit, ernsthaft über unsere Lebensweise zu debattieren, Bedürfnisse zu überdenken und Möglichkeiten der Verbesserungen zu suchen, neue Ansätze kennen zu lernen. Die Begriffe “nachhaltig” und “fair”, die wir bei Bouga ja auch immer im  Munde führen, auch einmal auf unsere Gesellschaft anzuwenden.

Dann gab es noch eine sogenannte Börse: “ich gebe - ich suche” , ein geldloser Austausch gesuchter Dinge und Hilfeleistungen. Und ganz bewusst ging es eben nicht darum, für das eigenen Angebot etwas anderes zu bekommen, sondern es gab auch geben ohne nehmen oder umgekehrt, je nach Bedürfnis. Da war alles dabei, von Badewanne als Tränke für die Kuhweide bis Hilfe auf der Baustelle. Und dann hat noch jemand einen Sack Kartoffeln verschenkt.

Es wurde uns wieder einmal bewusst, wie wichtig es manchmal ist, aus seinem kleinen Eck  raus zu kommen und sich um zu schauen….

Öffentliche Auftritte Saison 2009

September 16th, 2009

Unsere Geschichte will erzählt werden und die Produkte verkauft; deshalb suchen wir natürlich auch immer wieder den direkten Kontakt mit Bouga noch unbekannten Menschen.

Alex ist heute Richtung Österreich unteralex-am-stand-2008.jpgwegs: Dort findet im Landesmuseum Kärnten in Klagenfurt am Wochenende (19. und 20.September) das Schokoladenfest statt. Dies ist die Auftaktveranstaltung zur Schokoladenausstellung “Die Geschichte einer Versuchung”, die dann noch bis 10.1. 2010 zu sehen ist.

Ausser der Präsentation unserer Produkte stehen für Alex auch noch zwei Vortäge auf dem Programm, natürlich zum Thema Fair Trade, aber auch ein kurzer, hoffentlich erhellender Streifzug in die Welt der Kakaoherkunftsbezeichnungen.

Sollten Sie also am Wochenende nichts vor haben, und in der Nähe wohnen, lohnt sich ein Besuch bestimmt. Informationen zur Austellung und zum Fest finden Sie auf der Internetseite des LANDESMUSEUMS.

 Ansonsten reisen wir nur noch in Frankreich und zwar nach Saverdun, eine kleine Stadt in der Ariège, gar nicht weit von uns. Dort wird ein kleines Fest organisiert, bei dem wir natürlich die Bouga Produkte verkaufen werden, aber auch im Vorfeld in einigen Schulen kleine Workshops über Kakao und Schokolade mitbetreuen. Das wird ein ganz neue Erfahrung, wird aber sicherlich viel Spass machen.

Und dann beteiligen wir uns am 21 und 22. November am Salon du Chocolat in Sainte Maxime an der Côte d’Azur. Eine Veranstaltung mit ganz anderem Kaliber, wir sind schon sehr gespannt.

 

bulthaup-Magazin

September 16th, 2009

Olàlà, ein Artikel im schicken bulthaup-Magazin, das gefällt uns natürlich.

Hier nachzulesen.

Inspirationen

August 6th, 2009

Und natürlich haben wir jede Menge Ideen für unseren neuen Katalog mit gebracht.

Wie wär es denn mit sonnengereiften getrockneten Bananen mit leckerer dunkler Schokolade überzogen? Oder zarte karamelisierte Orangenschale, ebenso eingetaucht in unsere Hacienda-Schokolade? Die ecuadorianischen Orangen haben eine viel dünnere, dafür aber umso geschmackvollere und wenig bittere Schale, und sind natürlich unbehandelt.

Unsere diesjährige Reisegruppe hat diese von Anita kreierte Leckerei probiert und für lecker befunden….

Kakaoschnaps??? Nein nicht etwa nur Kakaolikör, den gibt es ja schon… sondern Schnaps, der aus dem Fruchtfleisch der Kakaofrucht gebrannt wird! Nicht nur neu, sondern auch exzellent.

Dies und noch einiges mehr haben wir mitgebracht…man darf also gespannt sein!

Ganache, Temperieren & Co

August 4th, 2009

formen-putzen.jpg

Michael Kitz hat 2008 an unseren Ecuador-Reise teilgenommen und damals versprochen, er käme wieder, um einen Pralinenkurs abzuhalten. Dank günstiger Umstände und eines Flug-Schnäppchens von KLM wurde dieses Versprechen nun in die Tat umgesetzt.

Zum Glück hat Michael Erfahrung: er hält mehrmals in der Woche in seiner Chocolaterie “Michi’s Schokoatelier” in Frankfurt Pralinenkurse ab. Dazu braucht es Passion und viel Geduld. Die war auch bei der APPOS nötig, denn wichtigste Grundlagen der Schokoladenkunst waren den teilnehmenden Damen und Herren gänzlich unbekannt. Bisher haben sie in ihrer kleinen Fabrik ja “nur” Kakaopulver und Splitter produziert. Pralinen sind schon ein anderes Kaliber.

der-schokokurs.jpg

Exaktes und schnelles Arbeiten, um eine korrekte Temperierung der Schokolade zu erreichen, das A und O, da darf man nicht ungeduldig werden. Aber nachdem die Anfangsschwierigkeiten überwunden waren, legten sie los: Kakaobohnen mit Schokolade überziehen. Pralinenfüllung mit selbstgebranntem Zuckerrohrschnaps, Trüffel mit Ishpinkgewürz und Kokosraspel, der Phantasie waren keine Grenzen gesetzt. Und unter Michaels verzweifeltem Blick wurde einfach die Zuckermenge in seinen Rezepten verdoppelt und so dem ecuadorianischen Geschmack angepasst.

Trotzdem blieb ein Problem bestehen. Spätestens ab 11 Uhr ist es in Mendez so warm, dass man die Schokolade nicht mehr temperieren kann. So blieb unter anderem als Fazit: wir brauchen einen klimatisierten Raum. Bei der APPOS wird es nie langweilig: schon war ein neues Projekt geboren und, wie ich mich selbst zwei Wochen später überzeugen konnte, es wird schon an der Umsetzung gebastelt.

Ecuador-Reise 2009

August 4th, 2009

Es war wieder einmal fantastisch. Mit dabei waren dieses Jahr die Schokodamen von Bitter&Zart, Rudolf und Beatrice von der Confiserie Berner in der Schweiz und unsere Gastronomieexperten Regula und Markus, auch aus der Schweiz.

Reisegrupp2009 in Guayaquil

Die Abenteuer waren vielfältig: die 4000m Pässe, der rauchende Sangay, Salsa auf der Finca, grünschillernde Käfer in tropischer Nacht, abenteuerliche Flussüberquerungen mit dem tapferen Kleinbus, Pazifikstrand, gegrilltes Meerschweinchen und riesige Palmherzen und und und.

Nachzulesen unter anderem bei Sabine und Gaby in ihrem Blog: www.bitterundzart.de

Und wir planen schon die Reise für 2010.